Europas Chip-Ambitionen werden die Abhängigkeit von US-Cloud und Software nicht brechen, sagt Forrester

17. Juli 2026 um 10:45 UTC
The Register
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Europas Chip-Ambitionen werden die Abhängigkeit von US-Cloud und Software nicht brechen, sagt Forrester

Forrester-Analysen deuten darauf hin, dass Europas ehrgeiziges Streben nach technologischer Unabhängigkeit, insbesondere bei Halbleitern, möglicherweise nicht zur Erreichung echter digitaler Souveränität führt. Obwohl der Kontinent stark in die heimische Chipherstellung investiert, wird dies allein seine Abhängigkeit von US-amerikanischen Cloud-Giganten und Softwareanbietern nicht aufheben. Der Bericht hebt hervor, dass das globale Rennen um die technologische Vorherrschaft weitgehend von den Vereinigten Staaten und China gewonnen wurde, was anderen Regionen die strategische Steuerung ihrer Abhängigkeiten überlässt. Der „Tech Sovereignty Index“ von Forrester zeigt einen deutlichen Vorsprung der USA und Chinas, während die europäischen Volkswirtschaften bis 2030 nur ein moderates prognostiziertes Wachstum ihrer Tech-Souveränitätswerte aufweisen. Trotz erheblicher Staatsausgaben und Plänen für neue Chipfabriken im Rahmen von Initiativen wie dem European Chips Act bleibt Europas Anteil am globalen Chipdesign minimal, und es fehlen große einheimische Halbleiterunternehmen, die mit ihren US-Pendants vergleichbar wären. Diese Abhängigkeit erstreckt sich auf die Ebene der digitalen Infrastruktur, wo US-Hyperscaler wie AWS, Microsoft Azure und Google Cloud den europäischen Markt dominieren und Faktoren wie Energiekosten und regulatorische Hürden die Datacenter-Erweiterung behindern. Folglich ist es unwahrscheinlich, dass Europa sein Ziel, bis 2030 ein Fünftel der weltweiten Halbleiter zu produzieren, auch bei erhöhter Chipfertigung erreichen wird, wobei Forrester einen Wert von näher an 11,3 Prozent prognostiziert. Darüber hinaus stellt der Analyst die Wirksamkeit der „Sovereign Cloud“-Angebote von US-Hyperscalern in Frage und argumentiert, dass die endgültige Kontrolle und Eigentümerschaft bei ihren amerikanischen Muttergesellschaften verbleibt, unabhängig vom Standort des Rechenzentrums. Diese Realität zwingt Nationen, einschließlich derer in Europa, ihr Streben nach vollständiger Eigenständigkeit neu zu bewerten und stattdessen die strategische Steuerung unvermeidbarer Abhängigkeiten durch internationale Allianzen und die Übernahme offener Technologien zu betonen.

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Warum das für die europäische digitale Souveränität wichtig ist

Europas erhebliche Investitionen in die Chipherstellung liefern möglicherweise keine echte digitale Souveränität, da die fortgesetzte Abhängigkeit von US-Cloud- und Softwareanbietern besteht. Trotz ehrgeiziger Ziele steht der Kontinent vor Herausforderungen bei der heimischen Chipentwicklung und der Erweiterung von Rechenzentren, was ihn strategisch die Abhängigkeiten im globalen Technologiewettlauf steuern lässt. Forrester prognostiziert, dass Europa bis 2030 nur 11,3 Prozent der weltweiten Halbleiter produzieren wird und damit sein 20-Prozent-Ziel verfehlt.

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Veröffentlichung: The Register
Veröffentlicht: 17. Juli 2026 um 10:45 UTC
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