Co-reactive hebt 6,5 Mio. € Seed-Finanzierung für CO₂-negative Materialientechnologie ein

28. Januar 2026 um 07:20 UTC
Tech.eu
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Co-reactive hebt 6,5 Mio. € Seed-Finanzierung für CO₂-negative Materialientechnologie ein

Das deutsche Climate-Tech-Startup Co-reactive hat sich eine Seed-Finanzierung in Höhe von 6,5 Millionen Euro gesichert. Dies markiert einen bedeutenden Fortschritt bei CO₂-negativen Materialien. Die Investition, angeführt von HTGF unter Beteiligung von NRW.Bank, HBG Ventures, AFI Ventures und weiteren Climate-Tech-Investoren, unterstreicht die wachsende Bedeutung nachhaltiger Lösungen in der europäischen Technologielandschaft. Die Finanzierung umfasst auch öffentliche Unterstützung durch deutsche Bundesprogramme, was einen koordinierten Ansatz zur Förderung von Klimainnovationen hervorhebt. Die Kerntechnologie von Co-reactive basiert auf einem kontinuierlichen CO₂-Mineralisierungsprozess. Diese innovative Methode wandelt abgeschiedenes Kohlendioxid und leicht verfügbare Mineralien wie Olivin oder Hüttensand in ergänzende zementäre Materialien (SCMs) um. Diese SCMs können den Klinkeranteil im Zement erheblich reduzieren, wodurch die damit verbundenen Emissionen gesenkt und gleichzeitig die Materialfestigkeit und Haltbarkeit potenziell verbessert werden. Das System ist als nahtlose „Drop-in“-Lösung konzipiert und ermöglicht eine einfache Integration in bestehende Produktionslinien für Zement und Baustoffe. Dieser Durchbruch adressiert direkt die erheblichen Umweltauswirkungen der Zementindustrie, die für etwa acht Prozent der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich ist. Darüber hinaus bietet er eine praktikable Alternative zu herkömmlichen Zementersatzstoffen, die aufgrund des Kohleausstiegs und Veränderungen in der Stahlindustrie zunehmend knapp werden. Co-reactives Strategie umfasst eine enge Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette. Das Unternehmen arbeitet mit CO₂- und Rohstofflieferanten, Zement- und Betonherstellern sowie Zertifizierungsstellen zusammen, um von Pilotprojekten zu industriellen Betriebsabläufen überzugehen. Ziel ist es, Anlagen mit Kapazitäten von 100 bis 300 Kilotonnen zu errichten, mit Plänen zur Mineralisierung von CO₂-Strömen direkt an Zement- und Stahlproduktionsstandorten ab 2027.

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Veröffentlichung: Tech.eu
Veröffentlicht: 28. Januar 2026 um 07:20 UTC
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