EU-Browserwahlregeln schicken Millionen weitere Nutzer zu Firefox

12. Mai 2026 um 11:29 UTC
The Register
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EU-Browserwahlregeln schicken Millionen weitere Nutzer zu Firefox

Der Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union verändert die digitale Landschaft für mobile Nutzer nachweislich, insbesondere bei der Browserwahl. Aktuelle Daten von Mozilla deuten auf einen signifikanten Anstieg der Firefox-Nutzung hin, wobei schätzungsweise sechs Millionen neue Nutzer durch die obligatorischen Browser-Auswahlbildschirme auf Mobilgeräten in der gesamten EU gewonnen wurden. Diese Entwicklung unterstreicht die Wirksamkeit des DMA bei der Stärkung der Verbraucher und der Förderung eines stärkeren Wettbewerbs in der Plattformökonomie. Die Auswirkungen dieser DMA-vorgeschriebenen Auswahlbildschirme variieren je nach Betriebssystem. Bei Apples iOS ist ein deutlich stärkerer Anstieg der Firefox-Nutzung zu verzeichnen als bei Android. Mozilla meldete einen Anstieg von 113 Prozent auf iPhones, was auf den Zeitpunkt der Browser-Auswahl zurückzuführen ist, die beim ersten Start von Safari erscheint. Im Gegensatz dazu präsentieren Android-Geräte den Auswahlbildschirm hauptsächlich während der Ersteinrichtung oder nach einem Werksreset, was zu einem moderateren Anstieg von 12 Prozent für Firefox führt. Diese regulatorische Intervention beschränkt sich nicht auf Firefox, da auch andere Browseranbieter seit der Durchsetzung des DMA im März 2024 positive Nutzerwachstumszahlen verzeichnen. Unternehmen wie Aloha, Brave, Opera und Vivaldi verzeichneten alle anfängliche Zuwächse, wobei DuckDuckGo einen beachtlichen Anstieg von 40 Prozent bei Android-Nutzern verzeichnete, die sich für seinen Browser entschieden. Diese Gewinne unterstreichen den Erfolg des DMA, kleineren Anbietern eine prominentere Rolle gegenüber dominanten Playern wie Google und Apple zu verschaffen. Zukünftig setzen sich Browserunternehmen wie Mozilla und DuckDuckGo für ähnliche Browser-Auswahlmechanismen in anderen Märkten, einschließlich des Vereinigten Königreichs, ein. Sie drängen auch auf erweiterte Vorschriften, die Desktop-Browser und Standard-Suchmaschinen umfassen würden, mit dem Ziel, ein insgesamt wettbewerbsfähigeres und benutzerzentrierteres digitales Umfeld zu schaffen. Die langfristigen Auswirkungen dieser Politikverschiebungen deuten auf ein diversifizierteres und potenziell europazentriertes digitales Ökosystem hin.

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Veröffentlichung: The Register
Veröffentlicht: 12. Mai 2026 um 11:29 UTC
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