Digitale Souveränität ist in Europa Realität. Das Vereinigte Königreich? Eher nicht.

Europa setzt zunehmend auf digitale Souveränität, eine strategische Notwendigkeit, die durch Bedenken hinsichtlich der Abhängigkeit von US-Technologiegiganten und geopolitischen Risiken angetrieben wird. Diese Bewegung signalisiert eine bedeutende Veränderung in der Art und Weise, wie europäische Nationen und Organisationen ihre digitale Infrastruktur und Softwareauswahl angehen. Das Ziel ist es, die Kontrolle über kritische digitale Vermögenswerte zu stärken und eine unabhängigere technologische Zukunft zu fördern, die vor potenziellen Störungen oder politischer Einflussnahme schützt.
Mehrere europäische Einheiten verfolgen diese Agenda aktiv. Beispielsweise migrieren die deutschen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Bayern von proprietären Lösungen zu Open-Source-Alternativen wie Nextcloud und OpenProject, wobei die Eigenständigkeit Priorität hat. Die irische Regierung stoppte eine potenziell bedeutende Microsoft-Beschaffung und signalisierte damit einen erneuten Fokus auf die Bewertung von Open-Source-Optionen, um Vendor-Lock-ins zu vermeiden und ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis zu erzielen.
Dieser Vorstoß zur digitalen Souveränität erstreckt sich auch auf den privaten Sektor, wobei Unternehmen wie Airbus sensible Anwendungen zu europäischen Cloud-Anbietern wie Scaleway migrieren. Diese Entscheidung wird durch die Notwendigkeit motiviert, sicherzustellen, dass hochsensible Daten unter europäischer Kontrolle bleiben, was einen breiteren Trend zur technologischen Unabhängigkeit und nationalen Sicherheit widerspiegelt. Im Gegensatz dazu erscheint der Ansatz des Vereinigten Königreichs weniger kohärent, mit dem erklärten Ziel, "souveräne Fähigkeiten" aufzubauen, anstatt einer umfassenden Politik der digitalen Souveränität.
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Warum das für die europäische digitale Souveränität wichtig ist
Europa priorisiert strategisch die digitale Souveränität, um die Abhängigkeit von nicht-europäischen Technologiegiganten und geopolitischen Risiken zu verringern, was sich in der Hinwendung deutscher Bundesländer und der irischen Regierung zu Open-Source-Lösungen zeigt. Europäische Unternehmen wie Airbus verlagern ebenfalls sensible Daten zu europäischen Cloud-Anbietern, um die Kontrolle zu behalten. Im Gegensatz dazu konzentriert sich der Ansatz Großbritanniens auf den Aufbau souveräner Kapazitäten anstelle einer umfassenden Politik der digitalen Souveränität.
Quelleninformation
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Mangopay
Mangopay ist ein Anbieter von Zahlungsinfrastruktur, spezialisiert auf Zahlungen für Marktplätze und Plattformen. Es bietet virtuelle Wallet-Technologie für die Verwaltung von Geldern und ermöglicht so Funktionen wie geteilte Zahlungen, Unterstützung für mehrere Währungen und KYC/AML-Compliance. Wichtige Funktionalitäten umfassen automatisierte Auszahlungen, Transaktionsüberwachung und anpassbare Zahlungsströme. Dieser Service richtet sich hauptsächlich an Unternehmen, die Marktplätze, Crowdfunding-Plattformen und Sharing-Economy-Modelle betreiben und komplexe Zahlungslösungen benötigen. Mangopay zeichnet sich dadurch aus, eine flexible und skalierbare Zahlungslösung anzubieten, die speziell für plattformbasierte Geschäftsmodelle entwickelt wurde, sodass diese die Geldströme kontrollieren und die Zahlungsprozesse optimieren können.
Scaleway
Scaleway ist ein europäischer Cloud-Computing-Anbieter, der eine Reihe von Diensten anbietet, darunter Server, Speicher und Netzwerklösungen. Wichtige Merkmale sind Bare-Metal-Server, virtuelle Maschinen, Objektspeicher und verwaltetes Kubernetes. Es ist geeignet für Entwickler, Startups und Unternehmen, die Cloud-Infrastruktur für Webanwendungen, Datenspeicherung und verschiedene andere Workloads suchen. Scaleway zeichnet sich durch wettbewerbsfähige Preise und einen Fokus auf europäische Datenhoheit aus, mit Rechenzentren in Frankreich und den Niederlanden.
