Schweizer Startup Chiral sichert sich 10 Millionen Euro für den Ausbau der Post-Silizium-Chipfertigung

Europäische Deep-Tech-Unternehmen gewinnen in der Halbleiterindustrie erheblich an Fahrt, was auf einen aufstrebenden Trend in der fortschrittlichen Chipfertigung hindeutet. Das Schweizer Startup Chiral hat kürzlich eine Seed-Finanzierung in Höhe von 10 Millionen Euro erhalten, um seine Post-Silizium-Chiptechnologie voranzutreiben und sich auf die skalierbare Integration von Nanomaterialien zu konzentrieren. Diese Entwicklung unterstreicht eine breitere europäische Bemühung um Innovationen jenseits traditioneller Siliziumbeschränkungen, mit dem Ziel, Leistungs- und Energieeffizienzsteigerungen in zukünftiger Computerhardware aufrechtzuerhalten. Chirals Technologie adressiert einen kritischen Fertigungsengpass durch die Entwicklung eines automatisierten, hochpräzisen Robotersystems zur Integration von Nanomaterialien in Siliziumwafer. Dieser innovative Ansatz verspricht kontaminationsfreie und präzise Platzierung, was einen Übergang von Laborexperimenten zur industriellen Produktion ermöglicht. Die Finanzierungsrunde, an der namhafte Risikokapitalgeber und öffentliche Förderstellen beteiligt waren, wird Chirals Mission unterstützen, die nächste Chipgeneration zu erschließen. Diese Investition steht im Einklang mit einem breiteren Anstieg der europäischen Finanzierung für Halbleiter-nahe Deep-Tech-Unternehmen. Anfang 2026 sammelte das britische Unternehmen Optalysys 26,4 Millionen Euro für seine photonischen Computing-Chips, während von der EU unterstützte Akteure wie Ipronics und das deutsche SpiNNcloud ebenfalls erhebliche Investitionen erhielten, um programmierbare photonische Systeme und energieeffiziente Computerinfrastruktur voranzutreiben. Diese gemeinsamen Anstrengungen unterstreichen ein substanzielles finanzielles Engagement zur Förderung der europäischen digitalen Souveränität in kritischen Hardwarebereichen.
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