Europäische Kommission richtet Amazon und Microsoft für Cloud-Gatekeeper-Status aus

25. Juni 2026 um 12:25 UTC
The Register
Original: EN
Europäische Kommission richtet Amazon und Microsoft für Cloud-Gatekeeper-Status aus

Die Europäische Kommission hat darauf hingewiesen, dass Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure wahrscheinlich als „Gatekeeper“ gemäß dem Gesetz über digitale Märkte (DMA) eingestuft werden. Dieser vorläufige Befund, der auf ihrem erheblichen Marktanteil und ihrer etablierten Position beruht, stellt eine wichtige Entwicklung in den Bemühungen der EU dar, große digitale Plattformen zu regulieren, wobei für die Nichteinhaltung potenzielle Bußgelder von bis zu 10 Prozent des weltweiten Umsatzes verhängt werden können. Die Kommission bezeichnet AWS und Azure als entscheidende Tore für Unternehmen, die sich mit Kunden in der EU verbinden, und verweist auf ihre riesigen Nutzerbasen, Lock-in-Effekte und hohen Wechselkosten. Obwohl sie die quantitativen Schwellenwerte des DMA nicht erreicht haben, hat ihr erheblicher Markteinfluss diese Prüfung ausgelöst, die möglicherweise zu Verpflichtungen hinsichtlich Interoperabilität und Datenzugang führt. Diese potenzielle Einstufung wird Unternehmen, die auf diese Cloud-Dienste angewiesen sind, erheblich beeinträchtigen und den Wettbewerb beeinflussen sowie potenziell das Wachstum europäischer Cloud-Alternativen fördern. Unternehmen wie Microsoft und Amazon haben Bedenken geäußert. Microsoft hob den wachsenden Einfluss von Google Cloud hervor, und AWS betonte das Risiko für europäische Investitionen und Innovationen aufgrund dessen, was sie als sich überschneidende Regulierung ansehen. Die Open Cloud Coalition begrüßte jedoch den Befund und betonte die Notwendigkeit sofortiger Abhilfemaßnahmen, um die Wahlfreiheit der Kunden und das Wachstum sicherzustellen.

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Warum das für die europäische digitale Souveränität wichtig ist

Die Europäische Kommission steht kurz davor, Amazon Web Services und Microsoft Azure gemäß dem Digital Markets Act als „Gatekeeper“ einzustufen. Dies spiegelt das Streben der EU nach digitaler Souveränität und stärkerem Wettbewerb auf dem Markt wider. Diese Maßnahme könnte die Art und Weise, wie europäische Unternehmen auf Cloud-Infrastrukturen zugreifen, neu gestalten und potenziell das Wachstum heimischer Cloud-Alternativen fördern, indem sie etablierten Marktpositionen und Lock-in-Effekte entgegenwirkt. Die Auswirkungen erstrecken sich auch auf Investitionen und Innovationen innerhalb des digitalen Ökosystems Europas.

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Veröffentlichung: The Register
Veröffentlicht: 25. Juni 2026 um 12:25 UTC
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