Mit 99,4 % weniger CO₂ als herkömmliche Materialien gewinnt PaperShell bis zu 40,3 Mio. € für neue Fabrik in Tibro

PaperShell, ein schwedischer Materialwissenschaftsinnovator, hat sich eine Finanzierung von bis zu 40,3 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds der EU gesichert, um eine neue, groß angelegte Fabrik zu errichten. Diese Finanzierung stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung industrieller Dekarbonisierung dar und ermöglicht es PaperShell, fossile Materialien wie Aluminium, Kunststoffe und Glasfasern durch seinen neuartigen, fossilfreien Verbundwerkstoff zu ersetzen. Die Entwicklung unterstreicht einen breiteren europäischen Trend hin zu industrieller Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit, wobei die neue Anlage darauf abzielt, die wachsende Nachfrage in Sektoren wie Bauwesen und Verteidigung zu bedienen. Das von PaperShell entwickelte proprietäre Material ist ein biogener, fossil kohlenstofffreier Verbundwerkstoff, der aus wiederaufbereitetem Papier gewonnen wird. Er ist so konzipiert, dass er die Festigkeit von Metallblechen nachahmt, während er die Vielseitigkeit von Faserverbundwerkstoffen und eine überlegene Leichtigkeit im Vergleich zu Aluminium bietet. Dieses innovative Material weist eine bemerkenswerte Reduzierung der CO₂-Emissionen um 99,4 % im Vergleich zu herkömmlichen Alternativen auf und ist bereits von der NATO für Anwendungen im Bauwesen, in der Elektronik, in der Verteidigung und im Transportwesen zugelassen. Die geplante Fabrik in Tibro, deren Bau voraussichtlich 2027 beginnen und die 2030 voll in Betrieb genommen werden soll, wird eine jährliche Produktionskapazität von rund 23.000 Tonnen haben und über ihr erstes Jahrzehnt voraussichtlich die Vermeidung von 2,6 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen ermöglichen. Diese beträchtliche Investition in PaperShell spiegelt ein wachsendes europäisches Engagement zur Förderung der industriellen Souveränität durch grüne Innovationen wider, wie ähnliche Finanzierungsrunden für Unternehmen wie Fiberdom, Cellugy, Aisti, Adsorbi und Seprify belegen. Die von diesen Unternehmen, einschließlich PaperShell, gesammelten 86 Millionen Euro unterstreichen das erhebliche Vertrauen von Investoren und der öffentlichen Hand in biobasierte Alternativen zu traditionellen, aus fossilen Brennstoffen gewonnenen Materialien. Dieser Trend ist entscheidend, um die Abhängigkeit der EU von ausländischen Lieferketten zu verringern und eine nachhaltigere, widerstandsfähigere industrielle Zukunft aufzubauen.
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