OVH Cloud warnt vor 87%igen Preiserhöhungen zur Deckung der RAMpocalypse-Kosten

11. August 2026 um 05:52 UTC
The Register
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OVH Cloud warnt vor 87%igen Preiserhöhungen zur Deckung der RAMpocalypse-Kosten

Der europäische Cloud-Anbieter OVHcloud hat signifikante Preiserhöhungen für seine Server-Mietdienste angekündigt und begründet dies mit den steigenden Komponentenkosten, die durch den globalen KI-Boom angetrieben werden. Dieser Schritt des französischen Unternehmens unterstreicht die inflationären Belastungen im Sektor der digitalen Infrastruktur und beleuchtet potenzielle Veränderungen in der Wettbewerbslandschaft.

Die Preiserhöhungen, die ab September in Kraft treten, sehen bei neuen Server-Mieten Steigerungen von bis zu 87 % vor, wobei "Gaming-Server der Edition 2026" am stärksten betroffen sein werden. Diese Anpassungen sind eine direkte Reaktion auf einen dramatischen Anstieg der Kosten für wesentliche Hardwarekomponenten; die Speicherpreise haben sich bis Juni 2026 verfünffacht und werden voraussichtlich bis September das Neunfache ihrer bisherigen Kosten erreichen, wobei weitere Anstiege erwartet werden. Ähnliche signifikante Kostensteigerungen werden für NVMe-Laufwerke, Festplatten, CPUs, Motherboards und Netzwerkkarten gemeldet, was OVHcloud zwingt, diese Ausgaben an seine Kunden weiterzugeben, um die Servicebereitstellung aufrechtzuerhalten und neue Bestellungen zu erfüllen.

Diese Preisänderungen werden eine breite Palette von Kunden betreffen, von Gaming-Enthusiasten bis hin zu Unternehmen, die sich für ihre digitalen Operationen auf OVHcloud verlassen. Bestandskunden, die Verträge verlängern, werden eine weniger drastische Erhöhung erfahren als Neukunden, und das Unternehmen wird ab dem 1. Oktober auch eine Entkopplung von Speicher und IP-Adressen von den Instanzkosten einführen, was zu separaten Rechnungsposten führt. Die Abschaffung von Preisbindungsplänen für kürzere Laufzeiten signalisiert auch eine Hinwendung zu längerfristigen Bindungen für Kunden, die Kostensicherheit suchen.

Die Situation bei OVHcloud ist symptomatisch für breitere Trends in der Cloud-Computing-Branche. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass große Anbieter wie Azure und AWS bald ähnliche Ankündigungen folgen könnten. Dieses Szenario könnte kleineren, agilen europäischen Cloud-Anbietern Gelegenheiten eröffnen, ihre Positionen zu festigen und einen Markt zu bedienen, der stabilere oder vorhersehbarere Preisstrukturen sucht. Die voraussichtliche Dauer dieser erhöhten Kosten, die möglicherweise bis 2028 reicht, erfordert strategische Planung für Unternehmen, die stark von der Cloud-Infrastruktur abhängig sind.

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Warum das für die europäische digitale Souveränität wichtig ist

Der europäische Cloud-Anbieter OVHcloud sieht sich aufgrund stark gestiegener Komponentenkosten mit erheblichen Preiserhöhungen konfrontiert, die seine Serververmietungsdienste betreffen. Diese Situation unterstreicht den inflationären Druck im Sektor der digitalen Infrastruktur und mögliche Verschiebungen in der europäischen Technologiestrategie. Die Anpassungen des französischen Unternehmens spiegeln breitere Marktdynamiken wider, die europäische Unternehmen beeinflussen, die auf Cloud-Dienste angewiesen sind.

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Veröffentlichung: The Register
Veröffentlicht: 11. August 2026 um 05:52 UTC
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