noyb Erfolg: ORF.at muss irreführendes Cookie-Banner korrigieren

Österreichischer öffentlich-rechtlicher Sender muss irreführende Cookie-Banner gemäß DSGVO korrigieren** Das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) hat entschieden, dass der Österreichische Rundfunk (ORF) sein Cookie-Banner auf ORF.at überarbeiten muss, um die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einzuhalten. Diese Entscheidung bestätigt eine frühere Feststellung der österreichischen Datenschutzbehörde, die vorschreibt, dass die Optionen zur Annahme oder Ablehnung von Tracking-Cookies mit gleicher Prominenz präsentiert werden müssen, um zu verhindern, dass Benutzer unbeabsichtigt zustimmen. Die derzeitige optisch hervorstechende „Akzeptieren“-Schaltfläche des Banners wurde als irreführende Praxis identifiziert, die möglicherweise zu unbeabsichtigter Datenerfassung führt. Die Entscheidung basiert auf einer Beschwerde von noyb.eu, das im August 2021 422 DSGVO-Beschwerden gegen Websites mit nicht konformen Cookie-Bannern eingereicht hat. ORF.at, als meistbesuchte Nachrichtenwebsite Österreichs identifiziert, gehörte zu denjenigen, die dafür kritisiert wurden, keine sofortige Option zum Ablehnen von Tracking-Cookies anzubieten. Obwohl der ORF anschließend eine „Ablehnen“-Schaltfläche hinzufügte, wurde deren weniger auffälliges Design im Vergleich zur „Akzeptieren“-Option von den Behörden und nun auch vom Gericht als unzureichend erachtet. Diese Gerichtsentscheidung betont, dass jede Implementierung einer „Ablehnen“-Option das gleiche visuelle Gewicht wie die „Akzeptieren“-Schaltfläche haben muss, um die Verwendung von „Dark Patterns“ zur Steuerung der Benutzerentscheidungen zu adressieren. Die Begründung des Bundesverwaltungsgerichts hebt hervor, dass die ungleiche Hervorhebung gegen die Grundsätze der Transparenz und der eindeutigen Einwilligung der DSGVO verstößt, was bedeutet, dass der ORF keine gültige Einwilligung für seine Tracking-Praktiken erhalten hat. Die Auswirkungen dieser Entscheidung werden sich wahrscheinlich über den ORF hinaus erstrecken und potenziell zahlreiche andere Websites beeinflussen, die ähnliche irreführende Designentscheidungen treffen. Die klare Haltung des Gerichts, dass weniger auffällige Schaltflächen zum Ablehnen unzureichend sind, schafft einen wichtigen Präzedenzfall dafür, wie Online-Plattformen die Wahlmöglichkeiten bei Cookie-Einwilligungen präsentieren müssen, um eine echte Kontrolle der Benutzer über ihre Daten zu gewährleisten.
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Warum das für die europäische digitale Souveränität wichtig ist
Das Urteil des österreichischen Gerichts gegen ORF.at bekräftigt die Anforderungen der DSGVO hinsichtlich klarer und ebenso prominenter Cookie-Zustimmungsoptionen. Diese Entscheidung, die aus einer Beschwerde von noyb.eu resultiert, befasst sich mit der Verwendung von „Dark Patterns“, die Nutzer zu unbeabsichtigter Datenerfassung verleiten können. Sie unterstreicht die fortlaufende Durchsetzung von Datenschutzprinzipien auf europäischen digitalen Plattformen.
Quelleninformation
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Pixelfed
Pixelfed ist eine dezentrale Open-Source-Social-Media-Plattform zum Teilen von Bildern. Benutzer können Fotos hochladen und teilen, anderen Benutzern folgen und über Likes, Kommentare und Shares interagieren. Durch die Nutzung des ActivityPub-Protokolls ermöglicht Pixelfed die Föderation, sodass Benutzer mit Personen auf anderen kompatiblen Plattformen interagieren können. Es wurde für Fotografen und alle entwickelt, die eine datenschutzorientierte, Community-getriebene Alternative zu zentralisierten Bilderdiensten suchen.
Mastodon
Mastodon ist ein kostenloses Open-Source-Soziales Netzwerk, das von der deutschen Non-Profit-Organisation Mastodon entwickelt wurde. Im Gegensatz zu zentralisierten Plattformen wie Facebook oder X (Twitter) funktioniert Mastodon als dezentrales Netzwerk unabhängiger Server, die über das offene ActivityPub-Protokoll miteinander kommunizieren. Wichtigste Merkmale: Keine Werbung, keine Algorithmen, die bestimmen, was Sie sehen Volle Kontrolle über Ihre eigenen Daten Posts bis zu 500 Zeichen (erweiterbar pro Server) Auswahl aus Tausenden von Servern mit eigener Community und Moderationsrichtlinien Umzug auf einen anderen Server möglich, ohne Follower zu verlieren Teil der Fediverse: Kommunizieren Sie auch mit Nutzern auf Pixelfed, PeerTube und anderen Plattformen Europäisch & datenschutzorientiert: Mastodon wurde in Deutschland gegründet und hat seinen Sitz dort. Es entspricht vollständig der DSGVO. Die Europäische Kommission und mehrere EU-Institutionen nutzen Mastodon für ihre offizielle Kommunikation. Der Quellcode ist vollständig offen und überprüfbar.
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