Österreichische Datenschutzbehörde: Microsoft hat illegal Minderjährige getrackt

27. Januar 2026 um 15:52 UTC
netzpolitik.org
Original: DE
Österreichische Datenschutzbehörde: Microsoft hat illegal Minderjährige getrackt

Die österreichische Datenschutzbehörde hat entschieden, dass Microsoft eine Schülerin illegal getrackt hat, indem sie ohne deren Zustimmung Cookies auf ihrem Gerät installierte, was zur unbefugten Erhebung personenbezogener Daten führte. Diese Entscheidung wirft erhebliche Bedenken hinsichtlich der Datenschutzpraktiken von Microsoft 365 Education und potenziell aller in der EU genutzten Microsoft 365-Produkte auf. Das Urteil unterstreicht die fortlaufenden Herausforderungen bei der Einhaltung strenger europäischer Datenschutzbestimmungen wie der DSGVO. Die Untersuchung, die auf eine Beschwerde der NGO noyb zurückging, ergab, dass fünf Tracking-Cookies auf dem Gerät der Schülerin platziert wurden, selbst nachdem sie in den Datenschutzeinstellungen der Datenübertragung widersprochen hatte. Die Netzwerkanalyse bestätigte die anschließende Übermittlung personenbezogener Daten an Microsoft, was einen Verstoß gegen Datenschutzgesetze darstellt. Die Behörde hat Microsoft angewiesen, dieses Tracking innerhalb von vier Wochen einzustellen, mit der Möglichkeit erheblicher Geldstrafen bei fortgesetzter Nichteinhaltung. Dieses Urteil betrifft nicht nur Bildungseinrichtungen, sondern auch andere Organisationen und Einzelpersonen, die Microsoft-Dienste nutzen, und hebt ein breiteres Problem der Rechenschaftspflicht bei der Datenverarbeitung hervor. Microsoft hat zuvor versucht, die Verantwortung auf Schulen abzuwälzen, was zu einem komplexen Szenario führt, in dem Benutzer möglicherweise keine angemessene Abhilfe bei Datenschutzverletzungen erhalten. Diese Situation intensiviert den Fokus darauf, sicherzustellen, dass Technologieanbieter die EU-Datenschutzstandards vollständig einhalten und die Zustimmung der Nutzer respektieren.

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Veröffentlichung: netzpolitik.org
Veröffentlicht: 27. Januar 2026 um 15:52 UTC
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