NIS2 im Gesundheitswesen: Sensibilisierung auch für kleinere Einrichtungen nötig

23. Februar 2026 um 17:19 UTC
Heise Online
Original: DE
NIS2 im Gesundheitswesen: Sensibilisierung auch für kleinere Einrichtungen nötig

Die Umsetzung der NIS2-Richtlinie führt zu erheblichen Veränderungen in der IT-Infrastruktur europäischer Gesundheitseinrichtungen, insbesondere im Hinblick auf Cybersicherheitsmaßnahmen. Dieser gesetzliche Anstoß wird als notwendiger Schritt anerkannt, um die Widerstandsfähigkeit eines kritischen Sektors gegen eskalierende digitale Bedrohungen zu erhöhen und einen besseren Schutz sensibler Patientendaten und wesentlicher Gesundheitsdienste zu gewährleisten. Die Richtlinie zielt darauf ab, einen robusteren und harmonisierten Ansatz für die Netzwerk- und Informationssicherheit in der gesamten Europäischen Union zu etablieren. Entscheidend für die Auswirkungen der NIS2-Richtlinie auf das Gesundheitswesen ist ihr erweiterter Geltungsbereich, der nun eine breitere Palette von Einrichtungen umfasst und potenziell auch kleinere Kliniken und Arztpraxen einschließt, die bisher von strengeren Vorschriften ausgenommen waren. Während spezifische technische Anforderungen variieren werden, verlangt die Richtlinie im Allgemeinen von Organisationen die Umsetzung umfassender Risikomanagementmaßnahmen, die unverzügliche Meldung erheblicher Cybervorfälle und die Gewährleistung der Geschäftskontinuität. Dies erfordert verstärkte Investitionen in Cybersicherheitstechnologien und Fachwissen sowie eine umfassende Schulung der Mitarbeiter auf allen Ebenen. Die Auswirkungen von NIS2 auf den Gesundheitssektor sind weitreichend und betreffen nicht nur IT-Abteilungen, sondern auch die Führungsebene und die Patientenversorgung. Durch die Verpflichtung zu höheren Cybersicherheitsstandards zielt die Richtlinie darauf ab, die Wahrscheinlichkeit und die Auswirkungen von Cyberangriffen zu reduzieren und somit die Patientensicherheit und das Vertrauen zu wahren. Der Fokus auf Risikobewertung und Vorfallberichterstattung wird eine proaktivere Sicherheitslage fördern und letztendlich das gesamte digitale Gesundheitsökosystem in Europa stärken und zur digitalen Souveränität in diesem wichtigen Bereich beitragen.

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Veröffentlichung: Heise Online
Veröffentlicht: 23. Februar 2026 um 17:19 UTC
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