KI-Omnibus: Lehnt die Vorschläge zur Untergrabung der Transparenz im KI-Gesetz ab

11. Februar 2026 um 09:30 UTC
EDRI
Original: EN
KI-Omnibus: Lehnt die Vorschläge zur Untergrabung der Transparenz im KI-Gesetz ab

Der jüngste Vorschlag der Europäischen Kommission, das "Digitale Omnibus"-Gesetz, stößt auf erhebliche Gegenreaktionen, da er die Transparenzschutzmaßnahmen im Rahmen des kommenden KI-Gesetzes potenziell abschwächen könnte. Eine Koalition aus sechzig Organisationen der Zivilgesellschaft, unabhängigen Behörden und Einzelpersonen, darunter European Digital Rights (EDRi), hat einen gemeinsamen Appell an die EU-Gesetzgeber gerichtet. Ihr dringender Aufruf ist es, diese Änderungen abzulehnen, die ihrer Meinung nach die wirksame Durchsetzung von KI-Vorschriften ernsthaft untergraben, die Rechtssicherheit für alle Beteiligten verringern und den Schutz der Grundrechte in der gesamten Union gefährden könnten. Im Mittelpunkt der Kontroverse steht eine vorgeschlagene Rücknahme der im KI-Gesetz vorgeschriebenen Transparenzanforderungen. Während die genauen technischen Spezifikationen dieser vorgeschlagenen Änderungen im bereitgestellten Text nicht detailliert sind, konzentriert sich die Kernbedenken auf die Reduzierung der Sichtbarkeits- und Rechenschaftsmechanismen im Zusammenhang mit KI-Systemen. Kritiker argumentieren, dass diese Änderungen nur marginale Vorteile für Unternehmen bieten, und das zu einem hohen Preis für das öffentliche Vertrauen und den Schutz der Grundrechte, was potenziell die Tür für weniger überprüfte KI-Implementierungen öffnen könnte. Die Folgen einer Abschwächung dieser Transparenzregeln sind weitreichend. Sie stellen eine direkte Bedrohung für Einzelpersonen dar, deren Grundrechte durch KI-Systeme beeinträchtigt werden könnten, sowie für unabhängige Aufsichtsbehörden, die für die Gewährleistung der Einhaltung zuständig sind. Das Fehlen klarer Transparenz könnte auch zu einer erhöhten rechtlichen Unsicherheit für Unternehmen führen, die versuchen, sich in der sich entwickelnden KI-Landschaft zurechtzufinden, und so die Innovation eher behindern als fördern. Dieser Schritt birgt das Risiko, das Gleichgewicht weg von einer verantwortungsvollen KI-Entwicklung und hin zu einer weniger rechenschaftspflichtigen technologischen Weiterentwicklung zu verschieben. Die Gegenreaktion unterstreicht einen kritischen Zeitpunkt im Ansatz Europas zur digitalen Souveränität und zur KI-Governance. Die Betonung robuster Transparenzmaßnahmen signalisiert ein Engagement dafür, dass die KI-Entwicklung mit demokratischen Werten und Menschenrechten übereinstimmt und nicht Unternehmensinteressen über das Gemeinwohl gestellt werden. Die bevorstehenden Gesetzgebungsdebatten werden entscheidend dafür sein, ob die EU ihre Verpflichtung zu einer rechtekonformen KI-Zukunft stärkt oder verwässert.

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Veröffentlichung: EDRI
Veröffentlicht: 11. Februar 2026 um 09:30 UTC
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