Nordischer Mediengigant Schibsted wechselt zu „Bezahlen oder Zustimmen“ – Beschwerde eingereicht!

3. Juni 2026 um 05:00 UTC
noyb.eu
Original: EN
Nordischer Mediengigant Schibsted wechselt zu „Bezahlen oder Zustimmen“ – Beschwerde eingereicht!

Gegen den nordischen Medienriesen Schibsted wurde eine Beschwerde wegen der Einführung eines "Bezahlen oder Zustimmen"-Systems auf seinen digitalen Produkten eingereicht. Diese Praxis zwingt Verbraucher, entweder dem Online-Tracking für personalisierte Werbung zuzustimmen oder eine Gebühr zu zahlen, um sich abzumelden. Diese Entwicklung setzt einen besorgniserregenden Präzedenzfall für die Zustimmung der Nutzer in der gesamten Region und entspricht einem wachsenden Trend bei Websites, die Datenschutzentscheidungen zu monetarisieren. Schibsteds "Bezahlen oder Zustimmen"-Modell, das in Norwegen nach seiner Einführung in Schweden aktiv ist, verlangt von den Nutzern entweder die Zustimmung zum Daten-Tracking oder die Zahlung einer Prämie, um es abzulehnen. Dieses System erzielt konstant Einwilligungsraten von fast 99 %, was im krassen Gegensatz zu Studien steht, die darauf hindeuten, dass nur ein kleiner Prozentsatz der Nutzer tatsächlich getrackt werden möchte. Eigene Aussagen des Unternehmens deuten darauf hin, dass dieses System darauf abzielt, eine echte Zustimmung zu umgehen, da die Abmelderaten der Nutzer deutlich niedriger sind, wenn eine Zahlung erforderlich ist. Der norwegische Verbraucherrat und noyb argumentieren, dass diese Praxis grundlegende Datenschutzrechte verletzt und den Datenschutz von einem Recht in einen käuflichen Luxus verwandelt. Die detaillierten Nutzerprofile, die durch solches Tracking generiert werden, können sensible persönliche Informationen aufdecken, einschließlich Denkprozesse und Verhaltensbeeinflussungen. Diese Beschwerde unterstreicht die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Erosion freiwillig erteilter Zustimmung und der Auswirkungen auf die digitale Souveränität in der europäischen digitalen Landschaft.

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Warum das für die europäische digitale Souveränität wichtig ist

Die Implementierung eines „Bezahlen oder Zustimmen“-Systems durch den nordischen Mediengiganten Schibsted, das Nutzer zwingt, zwischen Tracking oder Bezahlung zu wählen, wirft ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Nutzerzustimmung und der Datenschutzrechte in der Region auf. Diese Praxis, die in Norwegen und Schweden bereits aktiv ist, verdeutlicht einen besorgniserregenden Trend, bei dem Privatsphäre als käuflicher Luxus und nicht als grundlegendes Recht behandelt wird. Die Beschwerde des Norwegischen Verbraucherrats und noyb unterstreicht die Auswirkungen auf die digitale Souveränität in der europäischen digitalen Landschaft.

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Veröffentlichung: noyb.eu
Veröffentlicht: 3. Juni 2026 um 05:00 UTC
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