Erzwungene „Grenzpartnerschaft“: EU-Kommission will US-Behörden erlauben, politische Ansichten und „Herkunft“ abzufragen

2. Mai 2026 um 05:14 UTC
netzpolitik.org
Original: DE
Erzwungene „Grenzpartnerschaft“: EU-Kommission will US-Behörden erlauben, politische Ansichten und „Herkunft“ abzufragen

Die Europäische Kommission hat einen Entwurf für eine Rahmenvereinbarung über eine „Grenzpartnerschaft“ mit den Vereinigten Staaten fertiggestellt, die US-Behörden weitreichenden Zugang zu sensiblen Daten von EU-Bürgern gewähren könnte. Diese Entwicklung erweitert den Umfang des Datenaustauschs erheblich über die ursprünglichen Vorschläge hinaus und weckt Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der digitalen Souveränität für europäische Einwohner. Die Vereinbarung wird als Bedingung für die weitere Teilnahme am Visa Waiver Program präsentiert. Unter der vorgeschlagenen „Enhanced Border Security Partnership“ könnten US-Behörden Zugang zu mehr als nur Gesichtsbildern und Fingerabdrücken beantragen. Die Vereinbarung erlaubt angeblich die Abfrage von Namen, Gesundheitsdaten und sogar der sexuellen Orientierung, die in den polizeilichen Datenbanken der EU-Mitgliedstaaten gespeichert sind. Wenn eine Übereinstimmung gefunden wird, wären US-Behörden berechtigt, weitere „alphanumerische und kontextbezogene Daten“ über die Person von der abfragenden EU-Behörde anzufordern. Dieser erweiterte Datenzugriff hat erhebliche Auswirkungen auf EU-Bürger und könnte ihre Freizügigkeit und ihre Datenschutzrechte beeinträchtigen, insbesondere angesichts der laufenden Einwanderungsdurchsetzungspraktiken der USA. Während die Vereinbarung als gegenseitig dargestellt wird, bleibt das Ausmaß, in dem US-Daten für EU-Mitgliedstaaten zugänglich sein werden, von der Bereitschaft der US-Regierung abhängig, was Fragen zur echten Gleichheit in der Partnerschaft aufwirft. Das Drängen der Kommission auf diese Vereinbarung unterstreicht eine anhaltende Spannung zwischen Sicherheitszielen und dem Schutz persönlicher Daten in der digitalen Politiklandschaft der EU.

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Veröffentlichung: netzpolitik.org
Veröffentlicht: 2. Mai 2026 um 05:14 UTC
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