Von Kinderhilfswerk bis Lehrerverband: So breit ist die Kritik am Social-Media-Verbot

21. Februar 2026 um 13:08 UTC
netzpolitik.org
Original: DE
Von Kinderhilfswerk bis Lehrerverband: So breit ist die Kritik am Social-Media-Verbot

In Deutschland wird derzeit intensiv über ein mögliches Verbot der Social-Media-Nutzung für Personen unter 16 Jahren diskutiert. Diese Diskussion, die von prominenten Vertretern sowohl der Regierungspartei SPD als auch der Oppositionspartei CDU vorangetrieben wird, spiegelt internationale Trends wider, insbesondere die kürzlich erfolgte Einführung ähnlicher Maßnahmen in Australien. Der Vorschlag, der auch das Interesse von europäischen Staats- und Regierungschefs wie dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez geweckt hat, zielt darauf ab, Bedenken hinsichtlich der Online-Sicherheit und des digitalen Wohlbefindens junger Menschen auszuräumen. Das vorgeschlagene Social-Media-Verbot stößt auf erheblichen Widerstand von einer breiten Palette von Organisationen, darunter Kinderschutzverbände, akademische Institutionen und Bildungseinrichtungen. Diese Gruppen haben gemeinsam über 20 Positionspapiere veröffentlicht, in denen sie starke Vorbehalte äußern und vor möglichen negativen Folgen für Kinder und Jugendliche warnen. Ihre Argumente basieren auf der Überzeugung, dass solche pauschalen Verbote junge Nutzer entmachten und ihre Entwicklung essenzieller digitaler Kompetenzen behindern könnten. Während ein vollständiges Verbot auf erhebliche Gegenreaktionen stößt, zeichnet sich bei einigen Befürwortern und Kritikern gleichermaßen ein Konsens ab: Social-Media-Plattformen müssen mehr Verantwortung für die Schaffung sicherer Online-Umgebungen für Minderjährige übernehmen. Dies deutet auf eine mögliche Verlagerung hin zu plattformspezifischer Rechenschaftspflicht und der Entwicklung von Funktionen hin, die die Nutzersicherheit in den Vordergrund stellen, anstatt sich ausschließlich auf pauschale gesetzliche Verbote zu verlassen. Der anhaltende Diskurs unterstreicht die komplexe Herausforderung, den digitalen Zugang mit robusten Kinderschutzmaßnahmen in der sich entwickelnden digitalen Landschaft in Einklang zu bringen.

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Veröffentlichung: netzpolitik.org
Veröffentlicht: 21. Februar 2026 um 13:08 UTC
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