Nachrichten - Für Behörden
Tägliche Zusammenfassung aller europäischen Nachrichten zu digitalen Entwicklungen

Aktionsplan des KI-Kontinents liefert wichtige Meilensteine
Der Aktionsplan „KI-Kontinent“ der Europäischen Kommission erreicht wichtige Meilensteine und fördert die KI-Innovation ein Jahr später. Die EU hat 19 KI-Fabriken eingerichtet und die Data Union Strategy für den Datenaustausch gestartet.

Grundrechte: Zwei Insider berichten vom Europäischen Datenschutzbeauftragten
Europäische Datenschutzexperten erläutern die Rolle des Europäischen Datenschutzbeauftragten in Brüssel. Sie erklären die Beteiligung des EDPS an Gesetzgebungsverfahren und seine Zusammenarbeit mit nationalen Behörden.

KI-Risiken: Breites Bündnis warnt vor verwässerten KI-Regeln
32 Organisationen warnen, dass die "Vereinfachung" des EU-KI-Gesetzes den Verbraucherschutz schwächen könnte. Die Gruppen befürchten Schlupflöcher für KI in Medizinprodukten und Spielzeug....

Offener gemeinsamer Brief zum digitalen Omnibus über KI zur Wahrung des Rahmens und der Integrität des KI-Gesetzes
BEUC und 33 weitere Organisationen fordern die EU-Gesetzgeber dringend auf, den Geltungsbereich des KI-Gesetzes beizubehalten. Vorschläge im KI-Omnibus bergen das Risiko, die Wirksamkeit der Gesetzgebung zur Regulierung künstlicher Intelligenz zu schwächen.

Targeted consultation on measuring energy consumption and emissions of AI models and systems
Die Europäische Kommission startet eine Konsultation zur Messung des Energieverbrauchs und der Emissionen von KI und bittet um Beiträge zu einer Studie zur Förderung von energieeffizienter KI. Die Antworten werden in einen Messrahmen für den KI-Act und eine mögliche Energie-Kennzeichnung einfließen.

Wegen Handy-Standortdaten: Wetter Online droht Bußgeld
WetterOnline muss von der Datenschutzbehörde Nordrhein-Westfalens eine Geldstrafe zahlen, weil präzise Nutzerstandortdaten ohne Zustimmung erhoben wurden. Die App soll diese Daten zu Werbezwecken an Dritte verkauft haben, was gegen Datenschutzbestimmungen verstößt.

Europas digitale Gesetze sind keine Verhandlungsmasse
EDRi fordert die EU-Kommission auf, den Dialog mit den USA über Tech-Regeln zu stoppen, da die Befürchtung besteht, dass die großen Tech-Unternehmen die Vorschriften abschwächen könnten. Gruppen der Zivilgesellschaft warnen, dass diese digitalen Gesetze nicht zu Verhandlungsmasse werden sollten.

Ein praktischer Leitfaden zu gemeinsamen Ermittlungen: Lehren aus einem Jahr der Civic Journalism Coalition
EDRi und Partner veröffentlichen einen praktischen Leitfaden für investigativen Journalisten und digitale Rechtegruppen. Die Civic Journalism Coalition zielt darauf ab, die Zusammenarbeit bei digitalen Rechtefragen durch Workshops und Untersuchungen zu fördern.

Jahresbericht AP 2025: schnelleres, sichtbares und richtungsweisendes Handeln in der digitalen Welt
Die Autoriteit Persoonsgegevens (AP) hat im Jahr 2025 Fälle mit eindeutigen Verstößen schneller abgeschlossen, indem sie Verwarnungen aussprach und verfahrenstechnische Anpassungen erwirkte. Die niederländische Datenschutzbehörde machte ihre Erwartungen ohne langwierige Rechtsstreitigkeiten deutlich.

Aufseher, Polizei und Staatsanwaltschaft wollen europäisches Verbot gegen „KI-Auszieh-Apps und -Websites“
Niederländische Regulierungsbehörden und Strafverfolgungsbehörden drängen auf ein europaweites Verbot von „Nudify-Tools“. Sie setzen sich für die Schließung von Lücken ein, die die einvernehmliche Erstellung von Nacktbildern ermöglichen, und halten dies für entscheidend für eine wirksame Strafverfolgung.

EDRi-gram, 1. April 2026
EDRi kritisiert die Deregulierungs- und Sezessionsagenda der EU dafür, dass sie Grundrechte untergräbt. Das Netzwerk beleuchtet in seinem neuesten zweiwöchentlichen Newsletter Neuigkeiten zu digitalen Rechten, die Europäer betreffen.

Predatorgate: Brechen der Strafbarkeitskette der Spionsoftware-Unterwelt
Griechische Gerichte verurteilen vier Personen im Predatorgate-Skandal wegen illegaler Überwachung zu insgesamt 126 Jahren Haft. Das Urteil stellt die Straflosigkeit von Spyware-Anbietern in Frage und verstärkt die Forderungen nach einem Verbot in der gesamten EU.

Bringen Sie Ihre Meinung zum Digital Fairness Act ein
Die EU startet eine öffentliche Konsultation für ihren Digital Fairness Act, der sich an Kinder im Alter von 12-17 Jahren richtet. Das neue Gesetz zielt darauf ab, jungen Nutzern sichere und positive Online-Erlebnisse auf Apps, Websites und Social-Media-Plattformen zu gewährleisten.

EDIC Digital Commons startet Projekte
Europäischer Konsortium für Digitale Infrastruktur startet Projekte für offene digitale Infrastruktur. Eine „100-Tage-Herausforderung“ und ein Pilot für einen European Sovereign Tech Fund gehören zu den Initiativen.

Anhörung in Sachsen: Noch viele Baustellen bei Polizeirechtsnovelle
Experten warnen, dass eine neue Änderung des deutschen Polizeigesetzes mit dem EU-KI-Gesetz kollidieren könnte. Juristen stellten potenzielle Konflikte mit der KI-Verordnung fest, und ein Vertreter einer Polizeigewerkschaft äußerte Bedenken hinsichtlich der diskriminierenden Nutzung von Software.

Sorge um Schlupfloch: Werden manche Produkte von den KI-Regeln ausgenommen?
Das EU-Parlament hat seine Position zum KI-Gesetz finalisiert, einschließlich eines Verbots der Ausbeutung von Deepfakes. Allerdings wächst die Kritik an vorgeschlagenen Ausnahmen für KI in Medizinprodukten, Smartwatches und Spielzeug von wichtigen Vorschriften....

Verengter Geltungsbereich des KI-Gesetzes birgt Fragmentierungsrisiken und lässt erhebliche Verbraucherrisiken unberücksichtigt
BEUC warnt, dass der KI-Gesetzentwurf der EU zu Fragmentierung riskiert und wesentliche Verbraucherrisiken durch die Verengung seines Anwendungsbereichs unberücksichtigt lässt. Der Vorschlag der MdEP, viele KI-integrierte Produkte von der Hochrisikoklassifizierung auszuschließen, schwächt den Schutz.

Kommission untersucht Snapchats Einhaltung der Kinderschutzregeln gemäß dem Digital Services Act
Die Europäische Kommission untersucht Snapchat gemäß dem Digital Services Act wegen Bedenken hinsichtlich des Jugendschutzes. Die Untersuchung konzentriert sich auf die potenzielle Gefährdung von Minderjährigen durch Grooming, illegale Waren und altersbeschränkte Produkte.

Die Kommission stellt vorläufig fest, dass Pornhub, Stripchat, XNXX und XVideos gegen den Digital Services Act verstoßen haben, da sie Minderjährigen den Zugang zu ihren Diensten gestatten
Die Europäische Kommission hat Pornhub, Stripchat, XNXX und XVideos vorläufig im Hinblick auf Verstöße gegen den Digital Services Act wegen Nichteinhaltung des Schutzes von Minderjährigen beanstandet. Die Plattformen müssen nun auf die Feststellungen der Kommission hinsichtlich der Exposition von Minderjährigen gegenüber Pornografie reagieren.

NDS Cloud: Bericht Open Dialoog
Die niederländische Regierung führte offene Dialoge mit 69 Technologieunternehmen über souveräne Cloud-Dienste. Ziel war es, Markteinblicke zur Definition und Erreichung einer souveränen Cloud für den öffentlichen Sektor zu gewinnen.
