Nachrichten - Für Behörden
Tägliche Zusammenfassung aller europäischen Nachrichten zu digitalen Entwicklungen

KI-Omnibus schafft gefährliche regulatorische Schlupflöcher und schwächt den Verbraucherschutz
BEUC kritisiert den EU-KI-Omnibus, da dieser Lücken schafft und den Verbraucherschutz schwächt, indem Bestimmungen des AI Acts verzögert werden. Die Einigung rollt Datenschutzbestimmungen für KI-Training zurück und nimmt Maschinen von der Überprüfung aus, was Risiken für zukünftige Deregulierung birgt.

Europäische Kommission: In der Alterskontroll-App schlägt ein Herz von Google
Die EU-Kommission nutzt für ihre Altersverifizierungs-App die Technologie von Google-Entwicklern, was Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Abhängigkeit aufwirft. IT-Experten warnen, dass diese Abhängigkeit von einem US-Technologieriesen den Datenschutz gefährden könnte, insbesondere im Hinblick auf den bevorstehenden EUDI Wallet.

EU einigt sich auf einfachere KI-Regeln zur Förderung der Innovation und Verbot von „Nudification“-Apps zum Schutz der Bürger
EU-Institutionen finalisieren einfachere KI-Regeln zur Innovationsförderung und Verbot von „Nudging“-Apps. Die Hochrisiko-Systemvorschriften des KI-Gesetzes gelten ab Ende 2027 und stellen die Bereitschaft sicher.

Anlasslose Massenüberwachung: Datenschutzbeauftragte kritisieren Chatkontrolle
Deutsche Datenschutzbeamte fordern die EU-Gesetzgeber auf, die "Massenüberwachung" durch die Chatkontrolle abzuschaffen. Sie argumentieren, dass dies die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verletzt und für einen Rechtsstaat beispiellos ist.

EU und Japan beschleunigen die Zusammenarbeit bei KI, Daten, Quanten und Chips
EU und Japan beschleunigen digitale Zusammenarbeit, vertiefen regulatorische und Forschungsbeziehungen zu KI, Daten, Quanten und Chips. Die Partnerschaft zielt darauf ab, grenzüberschreitende Datenströme zu verbessern und die Zusammenarbeit bei digitaler Infrastruktur und Plattformregulierung zu stärken.

Gemeinsame Erklärung des vierten Treffens des Digitalpartnerschaftsrates der Europäischen Union und Japans
Die EU und Japan bekräftigten ihre digitale Partnerschaft und erkannten deren Reife als Plattform für die Bewältigung des digitalen Zeitalters an. Das vierte Treffen in Brüssel konzentrierte sich auf gemeinsame demokratische Werte und eine menschenzentrierte digitale Transformation.

Erzwungene „Grenzpartnerschaft“: EU-Kommission will US-Behörden erlauben, politische Ansichten und „Herkunft“ abzufragen
Beamte der EU und der USA stehen kurz vor einer Einigung, die es US-Behörden ermöglichen würde, auf sensible personenbezogene Daten von EU-Bürgern zuzugreifen. Der Entwurf des "Border Partnership"-Rahmens würde US-Behörden den Zugriff auf Gesichtsabbildungen, Gesundheitsdaten und sexuelle Orientierung für Polizeidatenbanken gewähren....

Auf den Punkt: Der digitale Euro steht unter Druck.
Das Projekt des digitalen Euro der EU steht unter Druck von Banken, die eine schwächere Version wünschen, und unter Zeitdruck. Die Europäische Zentralbank plant einen Pilotversuch im nächsten Jahr, aber das Europäische Parlament debattiert weiterhin kritische Datenschutzfragen.

Ankündigung des Gipfels „Kämpft für uns, nicht für sie“: Eine Vision für die EU-Technologiepolitik im öffentlichen Interesse
Die Zivilgesellschaft startet einen Gipfel, um Vorschläge zur „Vereinfachung“ zu kontern, die die digitalen Schutzmaßnahmen der EU bedrohen. Die Veranstaltung zielt darauf ab, das öffentliche Interesse, den Datenschutz und die Rechte in der Vision der EU für Tech-Gesetze und -Praktiken in den Mittelpunkt zu stellen.

Wenn das DMA seinen Zweck erfüllt, warum gewinnen die Gatekeeper?
Der Digital Markets Act (DMA) zeigt Potenzial, sieht sich aber Kritik wegen einer laschen Durchsetzung durch die Europäische Kommission ausgesetzt. Gatekeeper dominieren weiterhin die digitalen Märkte aufgrund politischer Einmischung und eines Laissez-faire-Ansatzes bei seiner Umsetzung.

EU ringt um Einigung: Das sind die strittigen Fragen beim Digitalen Euro
EU-Gesetzgeber ringen mit Vorschlägen für einen digitalen Euro, wobei eine umstrittene Funktion von "Haltegrenzen" vorerst auf Eis gelegt wurde. Wichtige Fragen wie Datenschutz und Offline-Zahlungsfunktionen bleiben ungelöst, während die Frist für eine Einigung naht.

Keine Maßnahmen gegen PimEyes: noyb-Klage gegen Hamburger Datenschutzbehörde
noyb verklagt Hamburger Datenschutzbehörde wegen Untätigkeit bei PimEyes-Gesichtserkennung. Die DPA weigert sich zu handeln und behauptet, PimEyes habe seinen Sitz in Dubai, obwohl sie anerkennt, dass seine Praktiken illegal sind.

AI Act: Trilog-Verhandlungen über gelockerte KI-Regeln gescheitert
Die trilogischen Verhandlungen der EU über die Reform des AI Act sind gescheitert, was zu einer Verzögerung bei gelockerten Regeln für KI in der Industrie führt. Streitigkeiten über die Klassifizierung von industrieller KI und das Verbot von Deepfakes ohne Zustimmung dauern an und gefährden wichtige Schutzmaßnahmen.

EU vs. Meta: Facebook und Instagram sollen härter gegen Kinder-Accounts vorgehen
EU-Kommission wirft Meta vor, Kinder unter 13 Jahren nicht wirksam von Instagram und Facebook fernzuhalten. Meta verstößt damit gegen den Digital Services Act (DSA) und muss Risiken für Minderjährige besser identifizieren.

Griechenlands KI-gestütztes intelligentes Polizeisystem nach öffentlichen Ausgaben in Höhe von 4 Millionen Euro für rechtswidrig erklärt
Das griechische KI-Programm „Smart Policing“ im Wert von 4 Millionen Euro, einschließlich Gesichtserkennung, wurde von der Datenschutzbehörde der Hellenischen Polizei für rechtswidrig erklärt. Die Entscheidung bestätigt Bedenken hinsichtlich Datenschutzverletzungen und des Missbrauchs von KI-Technologien.

Kommission fordert Mitgliedstaaten auf, die EU-Altersverifizierungs-App einzuführen
Die Kommission fordert die EU-Mitgliedstaaten auf, die Einführung der sicheren Altersverifizierungs-App bis Jahresende zu beschleunigen. Die App schützt Minderjährige vor schädlichen Online-Inhalten und kann mit dem EU Digital Identity Wallet integriert werden.

KI und Open Source, wie hängt das zusammen?
KI-Expertin diskutiert europäische rechtliche Anforderungen an Transparenz in KI-Systemen. Sie hebt hervor, dass nicht alle "offenen" KI-Modelle tatsächlich Open Source sind und die europäische Gesetzgebung Offenheit bezüglich Modellgewichten und Daten verlangt.

Europäische digitale Souveränität: „Jede Abhängigkeit ist schlecht“
Brüssel spricht von digitaler Souveränität, doch die Finanzierung entscheidender Open-Source-Infrastrukturen bleibt ungewiss. Die NLnet Foundation unterstützt Entwickler bei der Erstellung unabhängiger digitaler Werkzeuge, von Hardware bis hin zu Social-Media-Plattformen, drängt aber auf konkretere Maßnahmen.

Europäische digitale Souveränität: „Jede Form von Abhängigkeit ist schlecht“
Brüssel diskutiert digitale Souveränität, doch die Finanzierung entsprechender Projekte bleibt ungewiss. Michiel Leenaars von der NLnet Foundation betont die Notwendigkeit kontrollierbarer und austauschbarer Technologien zur Förderung der Unabhängigkeit....

KI-Omnibus: Nächste Schritte
Die EU-Verbraucherschutzorganisation BEUC fordert trilaterale Verhandlungen, um die Schutzbestimmungen des AI Acts gegen die KI-Omnibusrichtlinie zu wahren. Geschwächte Schutzmaßnahmen bergen das Risiko erhöhter Verbraucherrisiken und untergraben das Vertrauen in digitale Dienste.
