Nachrichten - Für Behörden
Tägliche Zusammenfassung aller europäischen Nachrichten zu digitalen Entwicklungen

Softlaunch Open-Source-Codeplattform für die Regierung
Die niederländische Regierung startet die Pilotphase der Open-Source-Code-Plattform code. overheid....

Rijksoverheid schließt Abkommen mit europäischer Cloud-Plattform STACKIT
Die niederländische Regierung hat eine Rahmenvereinbarung mit STACKIT, einer europäischen Cloud-Plattform, unterzeichnet. Dieser Deal ermöglicht es staatlichen Organisationen, EU-basierte Cloud-Dienste zu nutzen, was die digitale Autonomie stärkt und die Abhängigkeit von außereuropäischen Anbietern verringert.

Datenschutzbehörden bitten die Europäische Kommission, die israelische Registrierungspflicht für Helfer zu prüfen
Europäische Datenschutzaufsichtsbehörden fordern die Europäische Kommission auf, die israelische obligatorische Registrierung für humanitäre Helfer zu prüfen. Diese Verpflichtung zwingt Organisationen, gegen die DSGVO zu verstoßen oder die Hilfe einzustellen, was die Helfer und ihre Familien gefährdet.

Uneingelöstes Versprechen auf digitale Souveränität: Europäischer Bezahldienst Wero nutzt Amazon-Server
Der europäische Zahlungsdienst Wero, der digitale Unabhängigkeit verspricht, nutzt die Cloud-Infrastruktur von Amazon AWS. Dies widerspricht seinem erklärten Ziel, eine europäische Alternative zu US-Zahlungsanbietern zu sein....

Konsultation zur Durchführung des KI-Verordnungsgesetzes gestartet
Die Niederlande leiten eine Konsultation zur Umsetzung des KI-Gesetzes ein und richten eine nationale Aufsichtsbehörde für die KI-Verordnung der Europäischen Union ein. Dieser Vorschlag gewährleistet die sichere und zuverlässige Nutzung von KI und fördert gleichzeitig Innovationen.

EDRi-gram, 15. April 2026
EDRi beleuchtet aktuelle Entwicklungen im Bereich digitaler Rechte in der EU und konzentriert sich dabei auf die Erschließung neuer Politikinitiativen. Der neueste zweiwöchentliche Newsletter behandelt die dringendsten Nachrichten zu digitalen Rechten innerhalb der Europäischen Union.

Europa sollte nicht „schnell handeln und Dinge kaputt machen“ in Bezug auf Grundrechte
Brüssel schlägt Änderungen am Digital Omnibus vor, die das Risiko bergen, die Schutzmaßnahmen der DSGVO, der ePrivacy-Verordnung und des KI-Gesetzes zu schwächen. Die vorgeschlagene „Vereinfachung“ könnte eine Logik nach dem Motto „schnell handeln und Dinge kaputt machen“ einführen und Grundrechte beeinträchtigen.

#PrivacyCamp25: Zusammenfassung der Veranstaltung
Das Privacy Camp 2025 in Brüssel brachte Experten zusammen, um über Resilienz und Widerstand angesichts der Deregulierung zu diskutieren. Die Veranstaltung befasste sich mit dringenden Fragen für politische Entscheidungsträger, Aktivisten und Akademiker aus Europa und weltweit.

Nach unseren Recherchen: Datenschutzbehörde findet gravierende Verstöße bei bekannter Dating-App
Deutsche Datenschutzbehörden stellten schwerwiegende Verstöße bei einer beliebten Dating-App fest. Die App soll präzise Nutzerstandortdaten ohne Zustimmung an Werbefirmen weitergegeben haben, was ein erhebliches Risiko darstellt.

Aktionsplan des KI-Kontinents liefert wichtige Meilensteine
Der Aktionsplan „KI-Kontinent“ der Europäischen Kommission erreicht wichtige Meilensteine und fördert die KI-Innovation ein Jahr später. Die EU hat 19 KI-Fabriken eingerichtet und die Data Union Strategy für den Datenaustausch gestartet.

Grundrechte: Zwei Insider berichten vom Europäischen Datenschutzbeauftragten
Europäische Datenschutzexperten erläutern die Rolle des Europäischen Datenschutzbeauftragten in Brüssel. Sie erklären die Beteiligung des EDPS an Gesetzgebungsverfahren und seine Zusammenarbeit mit nationalen Behörden.

KI-Risiken: Breites Bündnis warnt vor verwässerten KI-Regeln
32 Organisationen warnen, dass die "Vereinfachung" des EU-KI-Gesetzes den Verbraucherschutz schwächen könnte. Die Gruppen befürchten Schlupflöcher für KI in Medizinprodukten und Spielzeug....

Offener gemeinsamer Brief zum digitalen Omnibus über KI zur Wahrung des Rahmens und der Integrität des KI-Gesetzes
BEUC und 33 weitere Organisationen fordern die EU-Gesetzgeber dringend auf, den Geltungsbereich des KI-Gesetzes beizubehalten. Vorschläge im KI-Omnibus bergen das Risiko, die Wirksamkeit der Gesetzgebung zur Regulierung künstlicher Intelligenz zu schwächen.

Gezielte Beratung zur Messung des Energieverbrauchs und der Emissionen von KI-Modellen und -Systemen
Die Europäische Kommission startet eine Konsultation zur Messung des Energieverbrauchs und der Emissionen von KI und bittet um Input zu einer Studie zur Förderung energieeffizienter KI. Die Antworten werden in einen Messrahmen für den KI-Gesetz (AI Act) und eine mögliche Energie-Kennzeichnung einfließen.

Wegen Handy-Standortdaten: Wetter Online droht Bußgeld
WetterOnline sieht sich mit einer Geldstrafe der Datenschutzbehörde Nordrhein-Westfalen konfrontiert, da präzise Standortdaten von Nutzern ohne deren Zustimmung erhoben wurden. Die App soll diese Daten zu Werbezwecken an Dritte verkauft haben und damit gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen haben.

Europas digitale Gesetze sind keine Verhandlungsmasse
EDRi fordert die EU-Kommission auf, den Dialog mit den USA über Tech-Regeln zu stoppen, da die Befürchtung besteht, dass die großen Tech-Unternehmen die Vorschriften abschwächen könnten. Gruppen der Zivilgesellschaft warnen, dass diese digitalen Gesetze nicht zu Verhandlungsmasse werden sollten.

Ein praktischer Leitfaden zu gemeinsamen Ermittlungen: Lehren aus einem Jahr der Civic Journalism Coalition
EDRi und Partner veröffentlichen einen praktischen Leitfaden für investigativen Journalisten und digitale Rechtegruppen. Die Civic Journalism Coalition zielt darauf ab, die Zusammenarbeit bei digitalen Rechtefragen durch Workshops und Untersuchungen zu fördern.

Jahresbericht AP 2025: schnelleres, sichtbares und richtungsweisendes Handeln in der digitalen Welt
Die Autoriteit Persoonsgegevens (AP) hat im Jahr 2025 Fälle mit eindeutigen Verstößen schneller abgeschlossen, indem sie Verwarnungen aussprach und verfahrenstechnische Anpassungen erwirkte. Die niederländische Datenschutzbehörde machte ihre Erwartungen ohne langwierige Rechtsstreitigkeiten deutlich.

Aufseher, Polizei und Staatsanwaltschaft wollen europäisches Verbot gegen „KI-Auszieh-Apps und -Websites“
Niederländische Regulierungsbehörden und Strafverfolgungsbehörden drängen auf ein europaweites Verbot von „Nudify-Tools“. Sie setzen sich für die Schließung von Lücken ein, die die einvernehmliche Erstellung von Nacktbildern ermöglichen, und halten dies für entscheidend für eine wirksame Strafverfolgung.

EDRi-gram, 1. April 2026
EDRi kritisiert die Deregulierungs- und Sezessionsagenda der EU dafür, dass sie Grundrechte untergräbt. Das Netzwerk beleuchtet in seinem neuesten zweiwöchentlichen Newsletter Neuigkeiten zu digitalen Rechten, die Europäer betreffen.
